Eine Jurte ist ein bei den Pfadfindern sehr beliebtes, zerlegbares Zelt aus schwarzen Planen. Aus diesem Grund gehört sie zur Gruppe der Schwarzzelte.

Die Jurte kann als Schlaf-, aber auch als Aufenthaltszelt benutzt werden und ist aufgrund der Möglichkeit, im Inneren ein Feuer zu machen, auch dazu geeignet, bei kälteren Temperaturen zu zelten.

 

..über die Jurte im Allgemeinen

Die Jurte hat schon eine mehr als zweitausendjährige Geschichte hinter sich. Sie wurde früh von den asiatischen Nomaden benutzt, und passte in ihrer Ursprungsform ohne weiteres auf zwei Kamele. Besonders die Mongolen benutzen die Jurte als zentralen Ort, was gesicherte Aufzeichnungen aus dem 6. Jh. n. Chr. belegen. Aber auch in Kasachstan, Usbekistan und Turkmenistan benutzten die herumreisenden Völker die Jurte als Schlaf- und Aufenthaltszelt.

 

 
 

In der Jurte der Nomaden herrschen feste Regeln. Auch heute noch ist die mongolische Jurte von Tradition geprägt. So ist jeder Platz in der Jurte genau einer Aufgabe und einem Benutzer zugeteilt. Der Herr der Jurte sitzt z.B. meistens gegenüber des Eingangs, um den größtmöglichen Überblick zu haben. Wird einem Fremden ein Platz an seiner Seite angeboten, so ist das als Ehren-zuweisung zu verstehen. So wird dem westlichen Menschen, beim Betreten einer Jurte leicht der Flüchtigkeitsfehler unterlaufen, der seinen mongolischen Gastgeber, wenn auch nicht sichtbar, doch verletzen würde. Denn es gilt als durchaus unhöflich, die Schwelle einer Jurte mit dem Fuß zu betreten oder auch die Zeltseile zu berühren.

 

 
 

 

 

 

In unserem Zuhause, unserer Holzjurte, sind die Regeln nicht so streng gehalten.

Nach einer langen Planungsphase konnten wir mit dem Bau der Holzjurte im Frühjahr 2004 beginnen.

Bis dahin mussten die Finanzen geregelt werden und eine Baugenehmigung beim Bauamt eingeholt werden.

 

 

 

 
 

Heute ist die Holzjurte zum Zentrum unseres Stammes geworden.

Bei der Realisierung des Projektes wurden wir von vielen Leuten unterstützt. Ein herzlicher Dank geht an das Architekturbüro Cohnen aus Wassenberg für die Erstellung der Baugenehmigungs-unterlagen, die Bauunternehmung Beckers aus Birgelen die die Bodenplatte gegossen hat, an die Firma Holzbau Stassny aus Heinsberg für die Fertigung der Grundkonstruktion und der damaligen Roverstufe

( Mara Berzins, Sebastian Berger, Markus Scherer, Maike Wernery und Sonja Zweipfennig ), die viele Stunden und einen großen Teil der Herbstferien geopfert haben. Ein großer Dank geht auch an Roland Schwaken, der sich besonders für Materialspenden eingesetzt hat.

Ein ganz besonderer Dank geht an die evangelische Kirchengemeinde und an Pfarrer Klaus Eberl, die mit der Bereitstellung des Geländes, den Pfadfindern erst ein Zuhause gaben.